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Im letzten Jahr habe ich zum ersten Mal รถffentlich auf Social Media รผber die Erfahrungen mit dem Suizid meines Vaters in 2009 berichtet und war รผberwรคltigt von den Reaktionen. Die Resonanz hat mir wieder einmal gezeigt, wie groรŸ normalerweise der Mantel des Schweigens ist.

Diesen Mantel des Schweigens zu brechen und die Tabus rund um mentaleGesundheitย zu reduzieren ist kein einfaches Unterfangen.

Vielen Menschen fรคllt es schwer, mit den โ€žnegativenโ€œ Emotionen anderer Menschen umzugehen. Das fรคngt schon bei kleineren Themen an (โ€žDas wird schon wiederโ€œ), ganz zu schweigen von solchen groรŸen Themen wie psychische Erkrankungen und Suizid. Den Schmerz des anderen anzuerkennen und da zu sein ist aber oft das beste und einzige, was man persรถnlich tun kann. Leider lernen und praktizieren wir das in unserer Gesellschaft viel zu wenig.

Dies zu รคndern liegt mir, auch aufgrund meiner eigenen Geschichte, sehr am Herzen.

Nun bin ich keine Psychotherapeutin, die suizidgefรคhrdete Menschen begleitet. Aber ich kann, wie jeder andere auch, einen kleinen Teil dazu beitragen. Zuhรถren, Empathie รผben (ja, das kann man รผben), offen mit den eigenen Emotionen umgehen, dem emotionalen Erleben anderer Menschen mit Akzeptanz begegnen.

Psychologische Unterstรผtzungsangebote aufzuzeigen sollte so normal sein, wie den eigenen Zahnarzt weiterzuempfehlen oder bei der Suche des richtigen Orthopรคden zu helfen. Ein erster Schritt in diese Richtung wรคre eine hรถhere psychologische Allgemeinbildung. Denn wenig ist so bedrohlich wie das Fremde, Unbekannte.

Daher empfehle ich an dieser Stelle von ganzem Herzen die Folge โ€žWie entstehen psychische Krankheiten?โ€œ des Podcasts Rรคtsel des Unbewussten. In nur einer knappen halben Stunde werden hier verstรคndlich zentrale psychische Wirkmechanismen erlรคutert und aufgezeigt, dass eine psychische Krankheit oft der funktionale Versuch einer Psyche ist, mit bestimmten Gegebenheiten zurecht zu kommen.

Und ๐—š๐—”๐—ก๐—ญ ๐—ช๐—œ๐—–๐—›๐—ง๐—œ๐—š:

Wenn es euch nicht gut geht oder ihr daran denkt, euch das Leben zu nehmen, versuch mit anderen Menschen darรผber zu sprechen. Das kรถnnen Freunde oder Verwandte sein, es gibt aber auch Hilfsangebote. Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222 oderย https://www.telefonseelsorge.de/ย erreichbar.

Jugendliche kรถnnen sich auch anย https://krisenchat.deย oderย https://jugendnotmail.deย wenden.

PS: dieser Post wurde zig mal umformuliert, weil es auch mir nicht immer leicht fรคllt, die richtigen Worte zu finden. Aber lieber was unperfektes schreiben, als perfekt schweigen.

#MentalHealthMattersย #Suizidprรคvention